Gottesdienst mit Heiliger Wassertaufe

Voller Vorfreude kamen am Sonntag, den 2. August, Glaubensgeschwister, Verwandte des kleinen Täuflings und Freunde der Familie zum Gottesdienst in unsere Kirche, die sich schnell füllte.

Unser Bezirksvorsteher, Priester Kramer, begann mit dem Textwort aus Habakuk 2,20:  „Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt.“

Zu Beginn gedachte er unserer Schwester Müller, die vor einem Tag im Trostgottesdienst hier verabschiedet wurde und nun freudig unser kleiner Artur in der Gemeinde begrüßt wird. Abschied und Neuanfang liegen oft dicht beieinander.

Bezugnehmend auf das Textwort wurden Tempel als imposante Bauwerke und geistig gesehene Tempel als Ort der „Kirche Christi“, also die Gemeinde der Gläubigen an Jesus Christus, näher beschrieben.

Gemeinde als Bild eines Gartens, voller Vielfalt und unterschiedlichsten Gewächse und Bäume auf das Glaubensleben übertragen, war sehr einprägsam und anschaulich.

Kirche macht immer zwei Seiten aus, die sichtbare und die unsichtbare. Die sichtbare Seite ist geprägt von menschlichen Unvollkommenheiten. Die unsichtbaren Aufgaben sind vollkommen, z. B. Spendung von Sakramenten, Segenshandlungen und die Vorbereitung auf die Ewigkeit. Mit der Heiligen Wassertaufe wird alles Unvollkommene bereinigt und ein erstes vollkommenes Näheverhältnis mit Gott, unserem Vater, für den kleinen Artur geschaffen.

Priester Otto aus Falkenberg ging auf das Wort aus dem Textwort Stille mit verschiedenen Beispielen ein. Mose sollte damals seine Schuhe, Sinnbild für das Irdische, Unvollkommene, ausziehen und in Stille die Nähe Gottes spüren. Kleine Kinder haben ein ganz feines Gespür für verschiedenste Eindrücke und lassen es oft still auf sich wirken.

Nach einem sehr schönen Klaviervortrag leitete Priester Kramer den sakralen Teil des Gottesdienstes ein.

Nun kamen die Eltern Imanuel und Isabell Otto mit ihren beiden Söhnen Armin und Artur zum Altar. Priester Kramer hieß den kleinen Täufling Artur herzlich willkommen und brachte die Freude über das Taufverlangen der Eltern zum Ausdruck. Wir wissen, dass durch den Taufbund kann Neues entstehen. Der kleine Artur ist von Anfang an geliebt und der Segen Gottes wird ihn und seine Familie begleiten.

Mit Gebet und Segen wurde der Gottesdienst beendet.