„Ich will mit dir sein“ – Gottesdienst mit Segen zur Goldenen Hochzeit

Apostel Jens Korbien diente am Mittwoch, 19. August 2026, den Gemeinden Bad Liebenwerda und Falkenberg/Elster in Bad Liebenwerda. In diesem Gottesdienst spendete er den Segen zur Goldenen Hochzeit.

Im Mittelpunkt der Predigt standen Gedanken zum Bibelwort aus 2. Mose 3,11.12a: „Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein."

Diese Zusage Gottes „Ich will mit dir sein“, gilt über Generationen hinweg. Gottes Nähe zeige sich im Alltag ebenso wie in schwierigen Zeiten. Gerade in den „Wüstenzeiten“ des Lebens dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns nahe ist, begleitet und Kraft schenkt. Wir sind von Gott geliebt, von ihm beim Namen gerufen und mit einer Aufgabe betraut. Auf Gottes Nähe gilt es, mit Glauben und Vertrauen zu antworten.

Wie der brennende Dornbusch für Mose eine wundersame Erscheinung war, können auch Gottesdienste solche besonderen Momente der Gottesbegegnung sein. Hier werden Gottes Nähe und Kraft, aber auch Freude und Trost erfahrbar. Entscheidend ist, Gottes Wirken wahrzunehmen und seiner Zusage zu vertrauen: „Ich will mit dir sein."

Für das goldene Hochzeitspaar wurde diese Botschaft zugleich zum Rückblick auf den gemeinsamen Lebensweg und zu einer Zusage für die Zukunft: Gott war da, Gott ist da und Gott wird weiterhin mit ihnen sein.

Priester Mirko Kramer wurde zu einer Predigtzugabe gebeten. Er richtete zunächst den Blick auf Mose vor dem brennenden Dornbusch. Mose sah einen Busch, der brannte, aber nicht verbrannte. Als er sich ihm näherte, forderte Gott ihn auf, seine Schuhe auszuziehen. Ein Zeichen der Ehrfurcht und Demut vor Gott. Weiter deutete Priester Kramer den brennenden, aber nicht verbrennenden Dornbusch als Sinnbild für Gottes Wesen. Ein gewöhnliches Feuer verbraucht seinen Brennstoff und erlischt schließlich. Dieses Feuer jedoch erlosch nicht. Ebenso erschöpfen sich Gottes Liebe, Gnade und Barmherzigkeit nicht. Sie besitzen heute dieselbe Kraft wie vor Jahrtausenden.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurden Priester i. R. Ulrich Hientzsch und seine Frau Sigrid an den Altar gebeten. Musikalisch eingeleitet wurde die Segenshandlung durch ein Duett mit Klavierbegleitung und dem Lied „Keinen Tag soll es geben“.

In seiner Ansprache bezeichnete der Apostel das soeben verklungene Lied als gelebte Praxis. Im Mittelpunkt stehe die haltende Hand. 50 Jahre lang waren die Eheleute füreinander da, schenkten sich Kraft und unterstützten sich gegenseitig. Zugleich habe Gott sie durch all diese Jahre geführt und getragen. Apostel Korbien würdigte auch ihren vielfältigen Einsatz für die Gemeinde. Selbst in schwierigen Zeiten durften sie Gottes Nähe und Hilfe erfahren. Vieles von dem, was sie getan und erlebt haben, sei bei Gott wie in einem Gedenkbuch festgehalten.

Zu diesem besonderen Anlass widmete er den Eheleuten Hientzsch ein Bibelwort, das ihre gemeinsamen 50 Jahre zusammenfasse, Psalm 73,23–24: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“ Sie sind bei Gott geblieben, haben seiner Führung vertraut und erfahren, dass er ihre Hand nicht loslässt.

Zum Abschluss dankte der Apostel dem Jubelpaar im Namen der Gemeinde herzlich für die vielen Dienste, die Liebe und den Segen, die von ihnen ausgegangen seien. Zugleich gab er ihnen den Rat, sich an diesem besonderen Tag den Dank auch einmal gefallen zu lassen. Anschließend spendete er dem Ehepaar den Segen zur Goldenen Hochzeit.

Mit Gebet und Segen endete der Gottesdienst, der von den Chören beider Gemeinden musikalisch mitgestaltet wurde. Im Anschluss waren alle zu einem kleinen Empfang eingeladen.